es gibt auf der ganzen Welt unglaublich viel Schönes zu sehen....
Ich beginne hier, eine Auswahl von sehr besonderen und nicht nur für mich wichtigen Kunstwerken aufzulisten und einen entsprechenden link zu mehr Informationen und Bildern zu setzen - es wird sicher bald viel mehr werden und es wäre fantastisch, wenn jeder Besucher meiner Homepage davon profitiert und vielleicht sogar den einen oder anderen Vorschlag hat, diese Sammlung zu ergänzen - ich denke da auch an besondere, vielleicht nicht so bekannte Bauwerke und spezielle Orte oder Plätze, aber auch an neue Kunst, wie zum Beispiel die Skulptur "Nomade" des katalanischen Künstlers Jaume Plensa in Antibes, welche ich dort auf meiner letzten Frankreichreise das erste mal sah:
https://jaumeplensa.com/works-and-projects/public-space/nomade-2010
es ist einfach fein, wenn es irgendwo auf einer Reise aber auch in der eigenen Stadt besondere Kunstwerke zu entdecken gibt oder wenn man sich mit dem schon bekannten und gesehenen Werk vielleicht nach langer Zeit wieder einmal auseinandersetzt und vielleicht ganz Neues entdeckt!
THE BOOK OF KELLS um 800
Anonym
The Board of Trinity Colllege, Dublin
4 Evangelien in lat. Sprache, in vierjähriger Arbeit von einer Gruppe von anonymen Mönchen auf der Insel Iona vor der Schottischen Westküste Das Evangeliar besteht aus 340 dicken Pergamentseiten, fast alle farbig, unser Bild gibt prächtige Seite der Symbole wieder. die das Matthäus-Evangelium einleitet. Sie ist in 4 rechteckige Felder unterteilt, die je einen der Evangelisten zum Thema haben.
https://www.youtube.com/watch?v=rRGQPJIO5CM
DIE BEWEINUNG
1305-1313 Giotto di Bandone (1267 - 1337) Capella degli Scrovegni, Padua
Dieses Bild stammt aus Padua in Norditalien. Der Maler Giotto hatte um 1304 den Auftrag, das Innere der Capella degli Scovegni mit Szenen aus dem Leben Jesu und Maria auszumalen. Die von ihm angewandte Technik war die des Freskos, bei dem die Farben auf den frisch aufgeworfenen Putz aufgetragen werden und mit diesem zusammen trocknen. In der hier gewählten Szene der Beweinung liegt der tote, bereits vom Kreuz genommene Christus in den Armen seiner Mutter. während Josef und mehrere andere Personen auf die beiden blicken. Die besondere Bedeutung dieses Freskos beruht auf der Einteilung der Bildfläche und auf der Darstellung der Gefühle. Die Verzweiflung auf den Gesichtern der Engel , der gefasste, schützende Blick im Gesicht der Jungfrau - damit führte Giotto eine neue Kunst ein - die Darstellung menschlicher Züge in den Gesichtern.
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Giotto_di_Bondone_009.jpg
DIE ARNOLFINI - HOCHZEIT 1434
Jan van Eyck (1390 - 1441) The National Gallery, London
Dieses Werk führt in die belgische Stadt Brügge, Jan van Eyck 1434 im Auftrag des wohlhabenden italienischen Kaufmanns Giovanni Arnolfini eines seiner bekanntesten Werke schuf. Das Bild, mit Öl auf präparierter Holztafel gemalt, zeigt Giovanni mit seiner Braut Giovanna Hand in Hand neben dem Brautbett und steckt voller faszinierender Details: Beachte das reich gefaltete Kleid der schüchtern wirkenden jungen Frau - blassgrün ist die traditionelle Farbe für Brautkleider - der konvexe Spiegel, in dem zwei Besucher zu erkennen sind, vielleicht winkt Giovanni diesen zu und möglicherweise ist einer der beiden sogar Van Eyck selbst. Giovanna ist natürlich nicht schwanger, auch wenn es so aussehen mag, sie hebt nur ihr Kleid auf eine damals modische Weise an. Das Gemälde hängt in der National Gallery in London.
https://www.youtube.com/watch?v=wKPLuk4LkqU
http://www.braeuningcontemporary.com/blog/?p=21622
DIE HÖLLE rechter Flügel des Triptychons Der Garten der Lüste um 1500
Hieronymus Bosch (1450 - 1516) Museo del Prado, Madrid
Hieronymus Bosch lebte und arbeitete im späten 15. Jh. in der niederländischen Stadt Sertogenbosch. Seine Gemälde sind geprägt von den religiösen Vorstellungen des ausgehenden Mittelalters. Das Triptychon "Der Garten der Lüste", von dem wir hier nur den rechten Flügel, "Die Hölle" sehen, ist eines seiner berühmten Werke, es wurde um 1500 vollendet. Der linke Flügel zeigt das irdische Paradies. Der Sündenfall im Garten der Lüste ist auf der Mitteltafel dargestellt. Zusammengeklappt erscheint auf dem Außenflügel die Erschaffung der Welt. Insgesamt enthält das Triptychon über 1000 Gestalten. Während das irdische Paradies durch die Reinheit und Harmonie der Farben besticht, ist auf dem rechten Flügel die Erde selbst zur Hölle geworden. Die gleichen Gegenstände, die auf der Mitteltafel Instrumente der Sünde gewesen waren, werden zu riesenhaften Instrumenten der Bestrafung. Selbst Musikinstrumente wie Harfe, Laute oder Drehleier erscheinen als Folterwerkzeuge.
https://www.dorotheum.com/blog/de/hieronymus-bosch-nicht-von-dieser-welt/
http://de.wikipedia.org/wiki/Hieronymus_Boschs_Triptychen
MONA LISA (La Giaconda) 1503-1506
Leonardo da Vinci (1452 - 1519) Louvre, Paris
Leonardo Da Vinci malte sein Bild MONA LISA zwischen 1503 und 1504 in Florenz. Es ist das Porträt der 1479 geborenen, seit 1495 mit dem Florentiner Tuchhändler Francesco di Sanobi del Giocondo verheirateten Lisa Gerardini. Mona bedeutet Madonna oder Madame. Bekannt ist dieses wohl berühmteste Gemälde Leonardo Da Vincis auch als "La Cioconda", nach dem Familiennamen des Ehemanns der porträtierten. Unzählige Seiten sind über das Lächeln der Gioconda geschrieben worden, das dem Bildnis seine besondere Kraft verleiht. Weshalb lächelt Mona Lisa? Verbirgt sie ein Geheimnis? Das Gemälde ist mit 77 x 53 cm überraschend klein.
http://www.die-mona-lisa.de/index.htm
DIE ERSCHAFFUNG ADAMS 1508-1512
Michelangelo Buonarotti ( 1475 - 1564 ) Sixtinische Kapelle
Papst Julius der 2, beauftragte 1508 den damals 33-jährigen Michelangelo Buonarotti die Decke der Sixtinischen Kapelle im Vatikan mit Fresken zu schmücken. Nach einem ersten Plan, in den Eckzwickeln und Stichkappen des Gewölbes die 12 Apostel und an der Decke architektonische Motive darzustellen, entschied sich Michelangelo für die Genesis. 4 Jahre dauerte es, bis der gelernte Bildhauer rund 1000 qm Freskomalerei mit 343 Gestalten fertiggestellt hatte. Das Bild der Erschaffung Adams zeigt den Augenblick, in dem Adam durch die Berührung durch den Schöpfer beseelt wird - der Lebensgeist springt vom ausgestreckten Finger über. Das Bild ist damit ikonographisch ganz neuer Art - der auf der Erde liegende Adam verkörpert das Ideal von Schönheit und Proportion der Renaissance.
www.youtube.com/watch
http://www.mahagoni-magazin.de/malerei/michelangelo-die-erschaffung-adams-%E2%80%93-der-synaptische-spalt-der-schopfung-1512
DIE VENUS VON URBINO 1538
Tizian (1478 - 1576) Uffizien, Florenz
Das Bild zeigt die Venus von Urbino. Der Venezianer Tizian malte es 1538 als Auftragswerk für eine Hochzeit. Im 16. Jh. galt Venus als Symbol der Liebe und Treue. Auf diesem Gemälde umfasst sie mit der rechten Hand einen Strauß Rosen, die Blumen der Liebe. Der Hund zu ihren Füßen verkörpert die Treue. Tizian hat sehr umsichtig mit dünnen, das Licht reflektierenden Farbschichten gemalt, um die Haut lebensecht wirken zu lassen. Die Venus von Urbino gilt in der Kunstgeschichte als eines der , wenn nicht als "das" große Muster des weiblichen Aktes.
https://www.youtube.com/watch?v=J_S5ttptw5c
http://www.uffizi.org/artworks/venus-of-urbino-by-titian/
www.youtube.com/watch
BADENDE FRAU 1654
Rembrandt van Rijn (1606 - 1669) The National Gallery, London
Dieses lebensgroße Bild mit dem Titel "Badende Frau" stammt von Rembrandt van Rein
er ist für seine psychologischen Porträts und realistischen Interpretationen biblischer Szenen berühmt. Signiert und mit 1654 datiert ist es ein spätes Werk des großen Niederländers. Es zeigt die Lebensgefährtin des Künstlers Hendrikia Stoffels, die im flachen Wasser watend ihr weißes Unterkleid anhebt, ihren kunstvoll gearbeiteten Umhang hat sie am Ufer zurückgelassen. Das Bild weist alle typischen Merkmale rembrandtscher Gemälde auf: die dramatische Darstellung des Lichts, die Darstellung des Modells als sterbliches Wesen aus Fleisch und Blut mit all seinen Unzulänglichkeiten, selbst biblische Bezüge lassen sich finden - das beeindruckende Ölgemälde ist in Amsterdam entstanden.
http://syndrome-de-stendhal.blogspot.com/2015/11/susanna-oder-bathseba-rembrandts.html
http://commons.wikimedia.org/wiki/Rembrandt/Paintings?uselang=de
LAS MENINAS 1656
Diego Velázquez (1599 - 1660) Prado, Madrid
Diego Velazguez de Silva war Hofmaler König Phillipp des 4. von Spanien. Das Bild "Die Familie Phillipp IV:" bekannt auch unter dem portugisischen Titel "Las Meninas", was soviel heißt wie kleine Mädchen oder junge Damen, entstand 1656, 4 Jahre vor seinem Tod. Es zeigt die 5-jährige Infantin Margarita mit zwei Meninas, der Maler selbst als Höfling gekleidet arbeitet an einem großen Doppelporträt des Königs und der Königin, wie im Spiegel an der Rückwand zu sehen ist. Die Infantin schaut zu ihren Eltern hinüber, während die jungen Hofdamen und eine Zwergin sich in Gegenwart der königlichen Hoheiten unterwürfig verhalten. Der kompositorische Brennpunkt liegt vor dem Gemälde, es bezieht den Raum des Betrachters mit ein. Theophil Gaultier soll, als er das Bild sah, ausgerufen haben: "wo ist das Bild?" Es verwundert daher nicht, dass man dieses Bild als das gewagteste Experiment bezeichnete, das je unternommen wurde,
https://www.youtube.com/watch?v=rHWsVYdV_a4
http://www.museodelprado.es/de/besuchen-sie-das-museum/15-meisterwerke/grundlegende-werksangaben/obra/las-meninas-die-hoffraeulein/
DIE SCHAUKEL 1768
Jean-Honoré Fragonard (1732 - 1825) The Wallace Collection, London
1768, als Jean Honoré Fragonard "Die Schaukel" malte, hatte er sich am Hof des französischen Königs Ludwig XV. längst einen Ruf als Historienmaler und Innenarchitekt erworben. Das Bild zeigt den Auftraggeber als jungen Mann in höfischer Kleidung, der sich, zwischen Sträuchern versteckt, zurücklehnt, während eine reizende, kokett gekleidete junge Dame über ihm schaukelt. Während er verliebt unter ihre diversen Röcke schaut, schleudert sie ihren rosafarbenen Schuh in Richtung der Marmorstatue des Liebesgottes Cupido. Ein älterer Mann betätigt, offenbar nichts ahnend, die Schaukel. Die Vegetation ist übertrieben üppig und grün, der Gesamteindruck künstlich, frivol und heiter.
http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Honor%C3%A9_Fragonard
DER ERMORDETE MARAT 1793
Jaques Lois David (1748 - 1825) Musées des Beaux-Arts, Brüssel
Der ermordete Marat von Jaques Louis David entstand zwischen Juli und Oktober 1793 in Paris zur Zeit der französischen Revolution. Es zeigt den Präsidenten des Jacobinerclubs tot in einer mit Tüchern ausgelegten Badewanne liegend. Unter seinem Schlüsselbein klafft eine Stichwunde, seine rechte Hand hält noch die Schreibfeder. Neben der Badewanne steht eine rohe, hochkant aufgestellte Kiste, die offenbar als Tisch diente. Komposition und Beleuchtung erinnern an Bilder von der Kreuzabnahme Jesu's aus der Zeit der Spätrenaissence. Marat, der an einer schweren Hautkrankheit litt, musste jeden Tag stundenlang im kühlen Wasser liegen, wobei ihn Tücher vor der Berührung mit der Wanne schützten. Das Bild greift als Gegenreaktion auf die Frivolität von Malern wie Fragonard bewusst auf die Ideale der klassischen Antike zurück, zugleich zeigt es einen der ersten modernen Helden.
https://the-artinspector.de/galerie/david-der-tod-des-marat
https://www.youtube.com/watch?v=wZxeMMbvZNc
DER FUJI HINTER DER GROSSEN WOGE BEI KANAGAWA 1823-33
Katsushika Hokusai (1760 - 1849) British Museum, London
Der Japaner Katsushika Hokusai ist einer der großen Vertreter der Kunst der Okioe, was soviel heißt, wie "Bilder der fließenden Welt". Es handelt sich dabei meist um Farbholzschnitte, also um Bilder die in Holzschnitt und -druck nach Vorlagen angefertigt wurden. Holzdrucke können in größerer Stückzahl hergestellt werden und sind daher preiswert. Das ausgewählte Bild stammt aus der Serie "36 Ansichten des Berges Fuji" und wird etwa in das Jahr 1823 datiert. Es zeigt drei schmale Boote mit zusammengekauerten Männern, die auf eine riesige, sich überschlagende Woge zusteuern, während im Hintergrund der regelmäßige Kegel des schneebedeckten Fuji erscheint,. die Komposition basiert auf Kreisen, die Dreiecke umfassen. Exemplare dieses Drucks finden sich z.B. im Ricard Art Museum in Tokio und im britischen Museum in London.
http://de.wikipedia.org/wiki/Die_gro%C3%9Fe_Welle_vor_Kanagawa
SCHNEESTURM: DAMPFER VOR DER HAFENEINFAHRT 1842
Joseph Mallord William Turner (1775 - 1851) The Tate Gallery, London
Dieses Bild des britischen Malers Joseph Malord William Turner aus dem Jahre 1842 zeigt einen Raddampfer in Seenot. Am Mast weht eine Signalflagge und eine Leuchtkugel erleuchtet die Szene, in der selbst der Horizont von links nach rechts geneigt ist, wie aus der Sicht des Seemanns. Tatsächlich hatte sich Turner 4 Stunden an den Mast eines Schiffes gebunden, vor allem um das farbige Licht der Natur auf See unmittelbar zu beobachten. Die Kunstkritiker seiner Zeit allerdings erwarteten eine deutlichere Malweise, einer schrieb sogar, seine Leser müssten warten, bis sich der Sturm gelegt hätte, bevor er ihnen berichten könne, was da eigentlich geschah. Heute hingegen gilt Turners Gemälde als eines der bedeutendsten Bilder mit maritimen Motiven.
http://www.zum.de/Faecher/G/BW/Landeskunde/rhein/kultur/kunst/expo/turner_tate/index.htm
KRÄHEN ÜBER DEM WEIZENFELD 1890
Vincent Van Gogh (1853 - 1890) Vincent van Gogh Museum, Amsterdam
Das Bild "Krähen über dem Weizenfeld malte der Niederländer Vinzent van Gogh 1890 in Overre in Frankreich. Es zeigt ein Weizenfeld, durch das sich ein Weg windet, der stürmische Himmel ist in turbulentem dunkelblau gemalt, mehr als 30 Krähen fliegen gespenstisch über den gelben Ähren. Dieses Bild aus den letzten Lebenstagen van Gogh's, nur wenige Tage vor seinem Freitod gemalt, galt lange als visuelles Zeugnis seiner Geistesverwirrung - die Vögel wurden als Unheilverkünder über flammenartigen Weizengaben in einem unheilgeschwängerten Himmel gedeutet. Die jüngere Forschung jedoch konnte nachweisen, wie viel Sorgfalt und Entschlossenheit für dieses Bild notwendig waren. Van Gogh hatte erst in den letzten Jahren seines Lebens zu malen begonnen. Seine verzweifelte Situation, seine ständige finanzielle Not, die Art, Farben anzuwenden, um seine Gedanken auszudrücken, all dies machte ihn zum "Prototyp" des modernen Künstlers.
http://www.mahagoni-magazin.de/malerei/van-gogh-%E2%80%9Aweizenfeld-mit-raben-%E2%80%93-das-schwarz-in-allem-1890
DER SCHREI 1893
Edvard Munch (1863 - 1944) Nationalgalleriet, Oslo
Das Bild "Das Geschrei" wurde 1893 von dem Norweger Edward Munch gemalt. Es zeigt im Vordergrund eine gequälte Gestalt, die Hände gegen das Gesicht gepresst, den Mund zu einem Schmerzensschrei geformt, auf einer Brücke mit einem Geländer. Über der Gestalt erscheint am Horizont ein Sonnenuntergang aus rhythmischen, roten und gelben Linien. Der 29-jährige Munch beschrieb das Erlebnis, das ihn zu diesem Bild inspiriert hatte: " Ich war müde und krank, ich hatte ein Gefühl, als würde die Natur von einem Schrei durchzogen. Das Gemälde gilt als eines der eindrucksvollsten Darstellungen der Ängste des modernen Menschen. Seine Wirkung bezieht es zum einen aus dem Gegensatz zwischen den Wellen des Himmels und dem geraden Geländer und zum anderen aus dem totenkopfähnlichen Gesicht im Vordergrund, vor allem aber aus den bedrohlich wirkenden Farben.
http://www.mahagoni-magazin.de/malerei/edvard-munch-%E2%80%9Ader-schrei-%E2%80%93-eine-welt-aus-wahnsinn-1892
http://www.cicero.de/salon/existenzangst-auf-leinwand-gebannt/49124
LA MONTAGNE SAINTE VICTOIRE 1897
Paul Cézanne (1839 - 1906)The Baltimore Museum of Art: The Cone Collection
Paul Cézanne malte das Bild "La Montagne Sainte Victoire" im September 1897 in seiner Heimat in Aix en Provence. Es zeigt einen Berg, den er später immer wieder malen sollte, unter südlichem Himmel und mit den Felswänden eines Steinbruchs im Vordergrund. Dabei bediente er sich nicht der Mittel der traditionellen Perspektive. Die warmen Farben des Berges lassen ihn näher erscheinen, als er ist, der Schwerpunkt der Bildkomposition liegt auf dem Modulieren, wie Cézanne seine Art der Volumen-behandlung nannte, mit der er die Landschaft fest und dreidimensional erscheinen lässt wie eine Skulptur. Die Farben des Hintergrunds sind ebenso kräftig und konzentriert wie die des Vordergrunds - Cézannes Absicht war es, wie er erklärte, die Landschaft zu etwas festem und dauerhaftem zu machen, wie die Kunst der Museen, mit anderen Worten, er bemühte sich, sie auf eine monumentale Weise zu präsentieren.
http://fr.wikipedia.org/wiki/Montagne_Sainte-Victoire_%28C%C3%A9zanne%29
LES DEMOISELLES D'AVIGNON 1907
Pablo Picasso (1881 - 1973) Oil on Canvas 244x233 cm The Museum of Modern Art, New York
Von Pablo Picasso heißt es, er stehe am Beginn einer neuen Epoche der Kunst. Diese neue Epoche begann mit den visuellen Untersuchungen, die er zwischen 1906 und 1907 im Zusammenhang zu seinem monumentalen Bild "Les Demoiselles d'Avignon" anstellte. Zu diesen Untersuchungen gehörte neben einer gründlichen Beschäftigung mit dem Werk Cézannes auch die Auseinandersetzung mit altiberischer Plastik. Das Gemälde zeigt eine Gruppe von Dirnen im Rotlichtbezirk Barcelonas, die ihre Körper den Kunden bzw. Betrachtern zur Schau stellen, die Gestalten sind eckig und verzerrt, ihre Nasen sind im Profil abgebildet, auch wenn sie uns anblicken - ja eine von ihnen unten rechts ist sogar im Profil von vorn zu sehen, auch wenn sie uns den Rücken zuwendet. In der Tat, mit diesem Bild war eine Epoche eingeläutet - die des "synthetischen Kubismus"
http://home.earthlink.net/~tgrillo/picasso.htm
KOMPOSITION IN ROT, GELB UND BLAU 1920
Piet Mondrian (1872 - 1944) Stedelijk Museum, Amsterdam
Kurz nachdem der Niederländer seine Komposition in rot, gelb und blau vollendet hatte, ließ er sich in seinem Pariser Atelier fotografieren. Steif aufgerichtet und konventionell gekleidet vor einem seiner gegenstandslosen Gemälde. Dies ist ein neuer Typ des modernen Künstlers - rational und kühl, das Gegenteil von einem leidenschaftlichen Genie. So besteht auch seine Komposition aus vertikalen und horizontalen Linien, die das Auge an den Rand des Gemäldes führen, dabei enden aber einige Linien schon kurz vor dem Rand. Die Hauptwirkung beruht auf der Betonung der Form, der Fläche und des landkartenähnlichen Charakters der Komposition, deren Quadrate und Rechtecke unter Hinzufügen von grau mit den Grundfarben rot, gelb und blau ausgefüllt sind. Das Bild ist ein Schlüsselwerk unseres Jahrhunderts.
http://home.arcor.de/rjhaller/mondrian/mondrian.html
HERBSTRHYTHMUS 1950
Jackson Pollock (1912 - 1956) Museum of Modern Art, New York
Jackson Pollocks Bild "Herbstrhythmus" entstand 1950, in dem Jahr, in dem der in Wyoming gebürtige Pollock die internationale Szene betrat. Die Technik, die er anwandte, unterschied sich völlig von allem, was man aus der Geschichte der Kunst bisher kannte - "Meine Malerei kommt nicht von einer Staffelei her" erklärte er "ich nagele lieber die gespante Leinwand an eine Wand oder auf den Fußboden, ich fühle mich dem Gemälde näher, als einen Bestandteil des Bildes, wenn ich darin herumlaufen und im wahrsten Sinne des Wortes im Bild sein kann" Er benutzte keine Pinsel, sondern spritzte, tröpfelte, goss oder peitschte ein kompliziertes Netz von Farben unmittelbar auf die riesige Leinwand, gleichsam eine visuelle Jazzimprovisation. Pollock hatte sich einer Psychoanalyse unterzogen und war davon fasziniert, wie Kunst Unterbewusstes an die Oberfläche holen konnte, eine Richtung der Kunst, die dann als Aktionsmalerei bekannt wurde.
http://www.metmuseum.org/toah/works-of-art/57.92
HEAD VI 1949
Francis Bacon (1909 - 1992) Arts Council of Great Britain Collection
Das Bild "Head Number Six" entstand 1949 und stammt von dem britischen Maler Francis Bacon. Es zeigt einen Mann mit einem violetten Umhang und weißer Unterkleidung, der allein in einem Spiegelglaswürfel sitzt und mit weit geöffnetem Mund schreit - die Gestalt ist von einem Porträt des Papstes Innocenz X. abgeleitet, das Velasquez 1650 gemalt hatte. Bacon hatte eine Reproduktion des Gemäldes gesehen, aber er hat das Motiv verallgemeinert und in ein Bild der Isolierung und der Panik des modernen Menschen an sich transformiert. Der Künstler erklärte dazu, dass er das "Bestmögliche Gemälde des menschlichen Aufschreis" malen wollte, indem er seinen Nutzen aus der Geschichte der Kunst zog, ohne sich ihr zu unterwerfen
http://www.artscouncilcollection.org.uk/artwork/head-vi
PORTINARI - TRIPTYCHON 1473-77
Hugo van der Goes (1435-1482) Uffizien, Florenz
Das Portinari-Triptychon ist eines der Hauptwerke von Hugo van der Goes und ist 1473 bis 1477 entstanden. Stifter war Tommaso Pontinari, der in Brügge lebende Vertreter des Bankhauses der Medici. Das Bild wurde ebenda gemalt und an S. Egidio zu Florenz, in der Kapelle der Pontinaris, aufgestellt.
Vor allem die Gesichter der Kinder und der Hirten sind unvergleich
http://de.wikipedia.org/wiki/Portinari-Triptychon
MADONNA DEL PARTO
Pierro della Francesca 1450/75
ist ein Fresko des italienischen Renaissence - Meisters Pierro della Francesca - ursprünglich in der Friedhofskapelle Santa Maria in Silvis, Monterchi - die Anregung für diesen Beitrag kommt von helgaeibl.at
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Madonna_del_Parto